Am 8. Juli 2026 haben Key-Work und eyefactive die dritte Ausgabe der Touchpoint Talks "Retail meets Data" in der historischen Hoepfner Burg in Karlsruhe veranstaltet. Entscheider aus Handel, Marketing und E-Commerce diskutierten, wie Daten und digitale Touchpoints den stationären Store verändern. Vom TouchLytics Loop über Smart Stores bis zur automatisierten Kundenkommunikation. In der Explorer Area waren Kundenprojekte live testbar, darunter das neu vorgestellte interaktive Schaufenster RemoteFront. Die nächste Ausgabe folgt am 7. Oktober 2026 in Hamburg.
Ein Nachmittag, eine Frage
Wie verändern Daten und digitale Touchpoints den stationären Handel? Am 8. Juli 2026 haben die eyefactive GmbH und die Key-Work Consulting GmbH diese Frage mit rund dreißig Entscheidern aus Handel, Marketing und E-Commerce diskutiert. Ort war die historische Hoepfner Burg in Karlsruhe, in den Räumlichkeiten der Jamit Labs GmbH; moderiert wurde der Nachmittag von Fabian Müller. Ausgangspunkt war ein bekanntes Ungleichgewicht: Online wird jeder Klick gemessen, auf der Fläche fast nichts.
Der TouchLytics Loop: von der anonymen Interaktion zur Maßnahme
Natascha Mahn (Key-Work) und Johannes Ryks (eyefactive) stellten das Framework hinter dieser Lücke vor. Der TouchLytics Loop beschreibt, wie aus anonymen Interaktionen am PoS Schritt für Schritt nutzbare Daten entstehen: Touch Journey, De-Anonymisierung, Datenkonsolidierung, Analytics, Kampagne. Die praktische Folge: Verhalten im Store wird mit Online-Verhalten vergleichbar — und damit nutzbar für CRM, Segmentierung und Kampagnenplanung, statt als isolierte Kennzahl in einem Signage-Backend zu bleiben.
Smart Stores, Store-Betrieb und automatisierte Kommunikation
Drei weitere Impulse erweiterten das Bild. David Holzwarth (Shop-IQ) zeigte smarte, personallose Store-Konzepte, die bereits im Betrieb und nicht in der Planung sind. Manuel Pilz (umdasch The Store Makers) sprach über Operational Excellence in Convenience Stores, wo Prozesse und Personaleinsatz über die Marge entscheiden. Meike Reinhard und Herbert Hohn (Inxmail) schlossen die Kette mit personalisierter E-Mail-Automation entlang der Customer Journey. Zusammengenommen beschrieben die drei Vorträge Store-Betrieb, Store-Daten und Outbound-Kommunikation als ein System — nicht als drei getrennte Projekte.
Explorer Area: Projekte zum Ausprobieren statt zum Zuschauen
Neben den Vorträgen stand eine Erlebnisfläche mit Kundenprojekten aus Retail, Unified Commerce und Messeumfeldern zum Ausprobieren bereit. Interaktionsdesign physisch zu testen ist etwas anderes als ein Lastenheft zu prüfen: Gestensteuerung, Erreichbarkeit und Verweildauer zeigen sich innerhalb von Sekunden. Für alle, die einen Rollout planen, ist das der günstigste Zeitpunkt, ein Designproblem zu bemerken.
Neu: RemoteFront macht das Schaufenster zum Touchpoint
Erstmals auf dem Event zu sehen: Mit RemoteFront werden Digital-Signage-Screens im Schaufenster zu interaktiven Touchpoints, die Besucher per eigenem Smartphone steuern — inklusive Gamification und messbarem Nutzerverhalten. Der relevante Effekt für Händler: Das Schaufenster wirkt auch außerhalb der Öffnungszeiten, liefert Interaktionsdaten statt Impressions und kann Kontakte für nachgelagerte Kampagnen erzeugen.
Der rote Faden: Touchpoints wirken nur im Zusammenspiel
Das Fazit des Nachmittags betraf weniger einzelne Technologien als deren Verbindung. Relevante Kommunikation entsteht nicht aus einem Screen oder einem Kanal, sondern aus Touchpoints, die Daten teilen. Impressionen aus Karlsruhe gibt es in einem kurzen Recap-Video.
Nächster Termin: Hamburg, 7. Oktober 2026
Die nächsten Touchpoint Talks | Retail meets Data finden am 7. Oktober 2026 ab 9:00 Uhr im eyefactive Office & Showroom, Mendelssohnstr. 15d, 22761 Hamburg statt. Auf dem Programm: der TouchLytics Loop, Vorträge und Use Cases zu RemoteFront, Umdasch und Edeka, die Explorer Area mit Kundenprojekten von Marken wie Edeka Jensen, MYMARINI und Zwilling, Mittagessen und Networking, Ausklang gegen 15:30 Uhr. Optional gibt es am 6. Oktober ein Vorabendprogramm mit Welcome-Get-together und einer exklusiven Führung durch die Panik City. Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich; die Plätze sind begrenzt, Anmeldung bis 1. Oktober 2026.